Welcome to Australia
homepagetravel overviewenglish textcontact us
To Kakadu And The Kimberley

Dienstag, 8. Juni 2004
Kakadu National Park, World Heritage Area. Eine wunderschöne Landschaft, seit Urzeiten geformt durch regelmäßige Zyklone und Monsunregen:Tropische Überschwemmungsgebiete (Floodplains), die oft monatelang unter Wasser stehen, Monsunwälder, steil aufragende Felsen, Wasserfälle, ausgedehnte Savannen und einzigartige Felsenmalereien der Aborigines. Und mittendrin die umstrittenen Uranmienen bei Jabiru.

"Whitefellas - Blackfellas". Die krassen Gegensätze der europäischen Kultur (Whitefellas) und der Kultur der australischen Ureinwohner (Blackfellas) wird hier besonders deutlich. Wie überall in Australien wurden die Aborigines (Traditional Owners) mehr oder weniger gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Seit 1907 nutzten weiße Farmer (Pastoralists) das fruchtbare Land für ihre Viehherden und zerstörten es nachhaltig. 1953 wurde Uran entdeckt und in dreizehn Minen abgebaut. Das Gebiet rund um Jabiru ist auch heute noch Abbaugebiet und nicht Teil des Nationalparks. Die Aborigines nennen es "Sickness Country". Im Rahmen des Land Rights Act wurde das Gebiet 1995 an die Aborigines zurückgegeben, die es dann der weißen Regierung für 99 Jahre geliehen haben (Leasing), als Nationalpark.

Kakadu ist auch Massentourismus, rund 200.000 Besucher im Jahr erfordern viel Organisation und Management, das hier von den Nationalparkbetreibern und dem Aboriginal Gagadju-Unternehmen gemeinsam geleistet wird. Sehr zum Ärger vieler (weisser) Australier haben jedoch die Traditional Owners das letzte Wort, wenn es beispielsweise darum geht, Regionen des Kakadu-Parks für (meist weisse) Touristen zu sperren.

Wir haben uns dem Massentourismus angeschlossen und haben an einer eineinhalb stündigen Bootsfahrt auf dem South Aligator River bis zum Sonnenuntergang teilgenommen. Vor 6 Jahren haben wir diese Tour schon einmal mitgemacht und haben es auch diesmal wieder genossen. Nur von einem Boot aus kann man sich den zahllosen Vögeln und den Krokodilen
wirklich (sicher) nähern.

saltwater crocodile
little egret
tourist, Yellow Water     tourist, Barramundi fishing
at Gunlom Waterfall Creek

Wir sind am Sonntag nachmittag im Kakadu angekommen und haben am Gunlom Waterfall Creek übernachtet. Jetzt zu Beginn der Dry-Season sieht der Wasserfall noch ganz beeindruckend aus. 30m tief fällt er von einer senkrechten Felskante in die Tiefe in einen schönen Rockpool. In wenigen Wochen wird er nur noch ein dünnes Rinnsal sein und später ganz austrocknen. Die anderen Wasserfälle im Park sind leider noch unerreichbar, da entweder die Straßen unpassierbar sind oder große Krokodile in der Pools herumschwimmen, aber so ganz genau weiß es niemand, es gibt verschiedene Vermutungen. An der Zufahrtsstraße zu den Jim Jim Falls und den Twin Falls steht schlicht "seasonal closure". Schade.

Es ist heiß und feucht, aber nachts kühlt es auf angenehme 20 ° C ab. Unser Verbrauch an Anti-Mückenspray ist überproportional gestiegen. Die zahlreichen Floodplains und Billabongs sind ideale Brutgebiete für die Mozzies und wir eine willkommene Nahrungsquelle.

 

backforward

woodland  South Alligator River

© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
Impressum