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Southern Ocean To Simpson Desert

Sonntag, 16. Mai 2004
Das Channel Country im Westen Queenslands und Nordosten von Südaustralien ist ein riesiges flaches Überflutungsgebiet, das durch das Wasser der Flüsse der Great Dividing Range und des tropischen Nordens geformt wird. Auf ihrem Weg westwärts verlieren sie ihre genaue Definition, verzweigen sie sich vielfach und bilden so zahlreiche Channels. Nach den periodischen Überschwemmungen wächst dort Klee und Gras und das Land wird zu einer fruchtbaren nahrhaften Weide für Rinder. Zu den wichtigsten Flüssen zählen der Cooper Creek, der Diamantina River, der Georgina River, der Eyre Creek und zahllose kleine Wasserläufe mit Namen wie 8-mile-creek, 12-mile-creek, die meist kaum als Flüsse erkennbar sind. Selbst wenn die Flüsse an ihrem Ursprungsort längst nicht mehr fließen, haben sie im Channel Country zahlreiche tiefe Waterholes gefüllt, deren Fischreichtum zahllose Vögel anziehen.

Wir campen an einem "Überschwemmungssee" des Eyre Creek, auf dem tausende Australische Pelikane und Schwarze Kormorane leben. Es ist fantastisch, den ganzen Tag lang fliegen diese riesigen Vögel von einem Ende des Waterholes zum anderen, immer nah über der Wasseroberfläche, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, nur wenige Meter von uns entfernt. Es ist wie auf einem Highway in einer Großstadt. Nur viel leiser und schöner.

 

 

 

 

 

 

Australian pelicans
Little Black Cormorants

pelikan

 

sunset

Dienstag, 18. Mai 2004
Ursprünglich wollten wir noch in den Diamantina National Park, aber der ist noch immer überflutet und unzugänglich. Daher fahren wir auf der staubigen Diamantina Developmental Road nach Norden, um dort auf den Georgina River zu treffen. Bei Breitengrad 23° 63' 30" überqueren wir mal wieder den Tropic of Capricorn.

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Mittwoch, 19. Mai 2004
Kurz hinter Boulia zweigen wir auf den Donohue "Highway" ab, fahren weiter bis Urandangi, einem kleinen Ort am Georgina River. Hier waren wir schon einmal im November 2003, vor dem großen Sommerregen. Der Georgina war bis auf eine kleine Pfütze geschrumpft, die Rinder erbärmlich abgemagert.

Georgina Waterhole November 2003

Im Februar 2004 hatte der Fluß eine Wassertiefe von stolzen 5 Metern und das ganze Land ringsum stand 30 - 100 cm unter Wasser. Urandangi war für Wochen von der Umwelt abgeschnitten, aber das Gras konnte anschließend wachsen und die Rinder sind jetzt gut genährt. Der Wasserstand im Georgina ist schon wieder stark gesunken, das Gras ist längst vertrocknet, aber die Wasserlöcher sind noch gut gefüllt.

Samstag, 22. Mai 2004
Urandangi. Es ist Weekend. Am River treffen wir Sally und ihre Familie wieder, im Pub Cookie und die Kinder und die Hunde.

Cookie

 

pub

 

Wir sind in der Zwischenzeit weit herumgekommen in Australien, aber hier hat sich nicht viel verändert. In Urandangi kreuzen wir unsere "Achterbahn"-Route durch den Kontinent und werden danach das letzte Viertel der Acht vollenden: nach Norden zum Gulf Country, nach Westen entlang des Arnhem Plateaus, durchs Northern Territory, weiter in die Kimberleys und auf der Canning Stock Route wieder nach Südwesten und dannnach Perth zurück. So weit die Planung.

 

Diamantina Developmental Road
Georgina Waterhole, May 2004

Sally    Sally's children

Lavina and Frankie    Sam

sunset

Sonntag, 23. Mai 2004
Wir sind in Mount Isa angekommen, und sehen nach 3781 km zum ersten Mal wieder eine Ampel!

Mount Isa

Mount Isa ist die erste 'richtige' Stadt nach Port Augusta, wo wir am 18 April abgefahren sind. Dort hatten wir noch geschätzt, dass unsere Tour nach Mt. Isa ungefähr 2700 km lang würde, allerdings hatten wir den "Umweg" nach Innamincka (rund 800 km) nicht mit eingerechnet. Wie so oft haben wir die Entfernungen in Australien deutlich unterschätzt.

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© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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