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Southern Ocean To Simpson Desert

Dienstag, 20. April 2004
Oodnadatta Track. Die heutige Strasse folgt der alten Route entlang einer Reihe von Quellen, "Mound Springs", die schon von den Aborigines als Handelsweg genutzt wurde. Weiße Farmer trieben später die Rinder von den Farmen des Nordens nach Adelaide, ihnen folgten die afghanischen Händler mit ihren Kamelkarawanen und später der Old Ghan Train. Heute ist der Track eine -solange es trocken ist - gut befahrbare "Dirt Road" und wird zur touristischen Attraktion entlang eines "Heritage Trails" ausgebaut.

 

Grader

Schön im üblichen Sinne ist es hier nicht, die Eintönigkeit endloser hitzeflirrender Gibber Plains (Steinwüsten) wirkt abweisend, am Straßenrand zeugen Ruinen stillgelegter Bahnhöfe, alte verrostende Autos von den begrabenen Träumen von Wohlstand und Reichtum in der unerbittlichen Wüste. Nach einigen guten Regenzeiten mag es hier grün und verlockend aussehen, aber das ist eher selten, meist herrscht gnadenlose Trockenheit.

car ruin

Umso erstaunlicher wirken die "Moundsprings" auf uns, grüne Oasen, mit warmem blubberndem Wasser, das aus dem Great Artesian Basin heraussprudelt, dort wo die Erdkruste dünn genug ist. Das stark mineralhaltige Wasser ist vor Millionen von Jahren als Regen in die Erde gesickert. Entlang des Tracks am Westrand der Simpson Desert stellten die Quellen die Wasserversorgung für die Viehtrecks,und später für die Dampflokomotiven des Ghan Trains sicher.
Wir haben den Oodnadatta Track im Süden in Marree begonnen, einem einst wichtigen Ort, in dem die Rinder nach dem langen Treck auf die Eisenbahn nach Adelaide verladen wurden. Das noble zweistöckige Hotel aus massivem Stein zeugt auch heute noch vom ehemaligen Wohlstand. Die Replika eine alten Afghanischen Moschee, exakt nach Mekka ausgerichtet, ist ein Versuch, auch die Zeit vor der Eisenbahn lebendig werden zu lassen.

Marree Hotel

Afghan Mosque

=odnadatta Track
Wedgetail Eagles
mound spring

Mittwoch, 21. April
William Creek. Ein Roadhouse, ein Pub, ein Flugplatz und 13 Einwohner, einer der kleinsten Orte Australiens. Mitten im Nirgendwo.Einmal im Jahr finden hier im April Pferderennen und im September ein Viehtrieb im alten Stil von Oodnadatta nach Marree statt.

William Creek Pub

William Creek Pub
in William Creek             Mark in William Creek

Wir übernachten in Oodnadatta, am "famous" Oodnadatta Pink Roadhouse. Famous war es wohl einmal, als der Tourismus durch die Simpson Desert noch in den Anfängen begriffen war, doch jetzt ist es eher ein gut gepflegter und gehätschelter Mythos. Der Campground im Hinterhof ist voller Müll und Chaos und im Roadhouse ist alles viel zu teuer. Bei unserer ersten Simpson Desert Tour im Juli 2000 war uns das nicht so negativ aufgefallen. Da war wirklich noch fast alles an diesem Roadhouse "pink", aber inzwischen ist die Farbe abgeblättert.

Der kleine Ort hat inzwischen einen "Generalstore". Viel gibt's hier auch nicht. Das tiefgefrorene Brot heißt "Wonder White" oder "Mighty Soft", was uns eher an Waschmittel erinnert.
Morgen werden wir den Oodnadatta Track verlassen, um die
Simpson Desert zu durchqueren.


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Pink Roadhouse, Oodnadatta

© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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