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Southern Ocean To Simpson Desert

Sonntag, 4. April 2004
Ein seltenes Ereignis hat stattgefunden: Lake Eyre in South Australia ist geflutet, das geschieht nur etwa alle 8-10 Jahre, nach einer guten Regenzeit im Norden des Kontinents. Da uns niemand etwas Genaues sagen kann, - wieviel Wasser der See hat, wie lange es noch bleiben und ob man es erreichen kann, - fahren wir selber hin. Es sind ja "nur" rund 800 km von Broken Hill durch die nördlichen Flinders Ranges und via Oodnadatta Track bis William Creek, von dort 60 km durch die Wüste bis zum 9700qkm großen Salzsee.

desert sandhills

Lake Eyre besteht aus zwei getrennten Seen, Lake Eyre South and North. Sie bilden das Sammelbecken für das Regenwasser von mehr als einer Million Quadrat Kilometern und sind der zentrale Sammelpunkt aller Regenfälle im Outback, da der See am tiefsten Punkt des Kontinents liegt ( 15,2 m unter dem Meeresspiegel). Normalerweise ist Lake Eyre eine trockene Salzfläche, doch nach sehr starken Regenfällen im tropischen Norden Australiens oder in Central Queensland wird er mit Wasser aus den Flüssen gefüllt. So kommen auch die Fische in die Wüste und mit ihnen die Wasservögel. Hier werden wir den Regen wiedertreffen, der uns im Dezember/ Januar in Queensland nass gemacht hat.

Little Corellas

Wir campen drei Tage lang am schattenlosen Ufer des blendend weißen Salzsees bei 45°C in der Sonne, ständig umsummt von Fliegen. Das Wasser ist von hier aus nicht zu sehen, und auch zu Fuß unerreichbar. Doch ein Schwarm lärmender Corellas, der sich am Ufer niederlässt, zeigt an, dass das Wasser des Sees nicht allzu fern sein kann.Die Tage sind viel zu heiß, doch bei Sonnenuntergang wird es angenehm, das Licht wird wunderschön, fast unwirklich und der Mond geht zeitgleich auf. Im warmen Nachtwind bei Vollmond und klarem Himmel vergessen wir die Hitze des Tages und die Fliegen. Am Abend kommen noch andere Camper über Nacht an den See und wir sitzen stundenlang zusammen, ohne künstliches Licht, der Mond ist hell genug. Bei Tagesanbruch ist es noch kühl und der See wirkt zeitlos, nach Sonnenaufgang wird es schnell wieder heiß.

 

Mittwoch, 7. April 2004
William Creek. Wir haben heute nachmittag ein kleines Flugzeug mit Pilot gechartert und uns einen Flug über das Wasser des Lake Eyre geleistet. Eigentlich hatten wir nur eine Stunde gebucht, aber weil es so unglaublich schön war, den Flug um eine weitere Stunde ausgedehnt. Wahrscheinlich hatte der Pilot schon damit gerechnet. Wir konnten die Flugroute selbst bestimmen und sind erst bei Sonnenuntergang wieder in William Creek gelandet. Es war ein einmaliges Erlebnis.

 

 

 

 

Lake Eyre
seashore
moonrise
Ironstone Country and Lake Eyre
Lake Eyre Water
Pelicans
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© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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