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Southern Ocean To Simpson Desert

Donnerstag, 25 . März 2004
Victoria ist "sheep-country". Der vergangene Sommer war sehr regenarm, das Gras auf den Viehweiden ist braungelb, mancher Bach ist ausgetrocknet.

Jane und Tony, die Besitzer des Pubs in Moliagul, haben uns mit Jeanette, Roger und ihrem Sohn Stuart bekannt gemacht. Sie bewirtschaften eine Schafsfarm, bei Shelford, 50 km südlich von Ballarat. Die 2500 Merino-Schafe werden zur Zeit geschoren, rechtzeitig vor der Kälte des Winters und der Geburt der Lämmer. Die beiden professionellen Schafscherer "schaffen" zusammen rund 300 Schafe am Tag; australische Scherer gelten als die schnellsten der Welt. Sie arbeiten freiberuflich und ziehen oft durch ganz Australien. Bedingt durch die unterschiedlichen Klimazonen ist das ganze Jahr über irgendwo "Shearing Time". Aber der Job ist hart, der Verschleiß an Rücken und Hüfte enorm, und "mit 40 ist Schluß, dann kannst du nicht mehr".

2500 Merinos auf 1100 acres (440 ha) Land ist eine durchschnittliche Farmgröße in Victoria, aber es reicht zum Leben nicht aus. Zur Zeit ist der Weltmarktpreis für Wolle derart niedrig, daß Jeanette und Roger im letzten Jahr nicht mal die ganze Wolle verkauft haben, um sie nicht allzu weit unter Wert abzugeben. Roger arbeitet in seinem gelernten Beruf als Werkzeugmacher in der Stadt und Jeanette leitet die Farm. Das ist in den Familienbetrieben im Süden Australiens nicht unüblich.

 

Shearing Shed
Rodney
shearing tools
Stuart Roger and Grant
Jane Stuart

Jeanette ist sehr im Bereich "Umwelt" engagiert. Die australischen Farmer müssen umdenken, damit die moderne Landwirtschaft eine Zukunft haben kann. Das von den Europäern eingeführte Vieh und die traditionellen Anbaumethoden zertören das Land allmählich. Die kommunal agierende Organisation 'Landcare' hat es sich zur Aufgabe gemacht, unter Anwendung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden dieses weitreichende Problem aufzuhalten und zu reduzieren. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Anpflanzung einheimischer Bäume und Sträucher. Jeanette und Roger haben auf ihrem Land in den letzten Jahren rund 23.000 einheimische Bäume gezogen und gepflanzt, gegen die fortschreitende Erosion, zur Uferbegrünung, als Biotope für bedrohte einheimische Tiere, aber auch als Schutz für die Schafe gegen Sonne, Wind, Regen oder Kälte.

 

Jeanette's kelpie working dogs

 

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Roger and Jeanette

"In Australia we have 'Landcare', a concern for the land and water and all that that encompasses. This Community Organisation has gathered momentum, inspiring many people across Australia and being adopted by other countries who also wish to encourage community concern that actively leads to action and activity that protects and enhances the natural environment.

Our farming operation at Shelford is moslty grazing, with only a small amount of cropping which enables us to accomodate our environmental interests. We grow and plant between 2,000 and 4,000 trees per year, having planted in excess of 23,000 trees to date. Our plantations are mostly of indigenous vegetation; they are fence and provide shelter for our stock, are habitat for native wildlife and connect to other established vegetated areas as well as to remnant riparian vegetation along 1.3 km of the Leigh River.
Having vegetation as a buffer zone along any creeks or rivers acts as a filtration zone for any effluent or nutrient, thus improving water quality as well as providing additional native animal habitat. Protected vegetation areas also reduce the problem of erosion.
We have 300 acres of remnant native grassland (undisturbed rocky native grass area) which supports many endangered flora species and many small animals - striped legless lizard and fat tailed dunnart (small marsupial mouse). This conservation part of our farm is managed differently and 'rested' in the spring and early summer to allow this special plant community to flourish and seed. As there are less than 1% of original grassland remaining on the Basalt Plains of Victoria, our grassland is part of a rare, endangered ecosystem."
(Jeanette Bellchambers)

 

© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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