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Going North To Cape York

Mittags geht es auf dem recht abenteuerlichen
Old Telegraph Track weiter, der stellenweise eher einem ausgewaschenen Bachbett als einer Straße ähnelt.

Old Telegraph Track

Da wir keine Lust haben, durch den berüchtigten Jardine River zu fahren (150m breit, sandig und voller Crocs) biegen wir auf die nördliche Bypass Road ab und nehmen die Flußfähre für stolze 80 AUS Dollar, hin und zurück immerhin. Das ganze Gebiet ist im Besitz de Injinoo Aboriginals, und die nehmen für die Flußüberquerung und das Besuchen ihres Gebietes gutes Geld. Nach weiteren 40 km sind wir in Bamaga.

Donnerstag, 11. Dezember 2003
Wir waren am Tip of the Top (Pajinka).
Den letzten Kilometer mussten wir zu Fuß weiter, auf einem schönen Boardwalk durch den Regenwald und über einige Felsen. Dann waren wir da! Und?
"You are standing at the northernmost point of the Australian Continent" So ist es, hier hört das Land auf, was nun kommt, sind Inseln, die Torres Strait Islands und in 150 km beginnt Papua Neuguinea. Wir haben die auf der Rückseite des Schildes angegeben GPS-Daten überprüft: S 10° 4' 14" / E 142° 31' 54". Sie stimmten. Und wir machten Touristenfotos, wie man sie an solch einem Ort eben macht. Haben die mitgebrachten Äpfel und Kekse gegessen und auf's Meer geschaut. Fazit: Hier ist nicht der Punkt selbst faszinierend, sondern das Erreichen desselben. Vor allem kurz vor der Regenzeit wenn die Tropen besonders 'tropisch' sind.

Wir übernachten auf einer felsigen Kuppe oberhalb der Nanthau Beach, etwas südlich des Cape York. Herrlicher Wind, ein klarer Sternenhimmel, kaum Mücken. Etwas bedrohlich ist nur das Wetterleuchten ringsum, aber da man nur Bltze aufzucken sieht und keinen Donner hört, sind die Gewitter noch weit weg. Von hier haben wir einen "million-dollar-view" auf einen wunderschönen leeren Sandstrand, im Vordergrund Pandanus Trees. In Europa unbezahlbar!

Freitag, 12. Dezember 2003
Alle Orte hier am Cape sind Communities der Aborigines oder der Torres Strait Islander, die nicht mit den Aborigines verwandt sind, sondern eher mit den Einwohnern Neuguineas. Die Communities sind erstaunlich sauber und schön bunt. Die Menschen wirken auf uns freundlich, heiter und gelassen . "Leisurely - gemächlich - scheint die Lebenseinstellung zu sein.

Wir verbringen noch einen Tag in der Umgebung und erreichen nachmittags Seisia.

An der Schiffsanlegestelle wird jetzt geangelt. Besonders die Kinder sind sehr eifrig und überbieten sich gegenseitig: zuerst werden direkt unter der Anlegestelle kleine Fische geangelt, die dort in riesigen Schwärmen vorkommen. Diese kleinen Fische werden lebend an Angelhaken befestigt und dienen als Köder für die begehrten großen Fische: Queenies. Die auch in großer Zahl anbeißen und schnell vom Angelhaken gerissen werden, da sie sich heftig wehren. Doch man läßt sie einfach liegen, bis sie verenden, und das kann lange dauern. Verdammt gut, daß Fische nicht schreien! Ich sehe dem Geschehen mit sehr gemischten Gefühlen zu.

Grastrees
Ingrid at the Top   bernhard at the Top
Nanthau Beach - million dollar view
Seisia
Seisia
Seisia
Queenies
backforward Sunset at Seisia

© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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