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Going North To Cape York

Montag, 1. Dezember 2003
Da von der Regenzeit immer noch nichts zu sehen ist, sind wir mutig und fahren weiter in den Norden, in den Lakefield National Park. Der hatte uns vor fünf Jahren sehr gut gefallen: Weites offenes Buschland, Flüsse, wunderschöne Lagunen mit Wasserlilien, Seen mit zahllosen Wasservögeln, riesige Termitenhügel und schöne Campsites im Busch.

Doch diesmal ist der erste Eindruck "Dürre". Von einem Ranger erfahren wir, dass es seit mindestens drei Jahren keine "anständige Regenzeit" mehr gegeben hat. Immer nur örtliche, aber viel zu geringe Regenfälle.Der Monsun ist ausgeblieben. In einer guten "Wet Season" treten alle Flüsse über die Ufer und der gesamte Park mit über 500.000 Hektar ist überflutet. Jetzt sind die Flüsse trocken, die Lagunen sehen aus wie verdorrte Gemüsefelder, das Gras ist gelbbraun, es ist schon deprimierend.

Dienstag, 2. Dezember 2003
Wir sind an der Old Laura Homestead vorbeigefahren, eine ehemalige Farm, von der noch das Haupthaus und mehrere Wellblechgebäude erhalten und konserviert worden sind, als historisches Monument der Pionierzeit. Die Farm enstand während des Palmer River Gold Rush, um die Goldsucher mit Rindfleisch zu versorgen. Jetzt ist sie Teil des Nationalparks.

Old Laura Homestead

 

Die Lakefield Station, nach der der Park benannt wurde, ist jetzt Ranger-Hauptquartier und Campingplatz. Leider stromern noch immer Rinderherden und verwilderte Schweine durch den Park und verwüsten die wenigen Wasserstellen. An einigen stinkt es erbärmlich nach Kuhfladen.

 

Die Hoffnung, im Norden mehr Wasser und weniger Dürre zu finden, wurde enttäuscht, obwohl wir uns schon nördlich des 15. Breitengrades befinden.
Selbst die großen Süßwasserseen, die jetzt Rückzugsgebiet für tausende Magpie Gänse, Reiher, Störche, Enten bilden, sind halb vertrocknet. die Vögel waten im matschigen Schlamm. Jeden Tag trocknet die Sonne den See weiter aus.

Magpie Geese

 

 

Je weiter wir nach Norden kommen, desto höher werden die Termitenhügel. Die hier vorkommenden gehören zu den größten der Erde, und sind faszinierende Gebilde, einige erinnern an gotische Kathedralen, hoch und schlank, mit fein ausgebildeten Spitzen. Andere sind runder und scheinen den Knospen großer Blüten nachgebildet. Besonders ausgeklügelt sind die Magnetic Termite Mounds, die mit ihrer breiten Seiten nach Osten und Westen zeigen, so daß die Morgen- und Abendsonne den Bau erwärmen, die senkrecht stehende Mittagssonne aber nur auf die Spitzen scheint.

 

Sulphur Crested Cockatoo

Ganz im Norden finden wir einen Übernachtungsplatz am Annie-River mit Krokodil. Ob es ein "Freshy" (Süßwasserkrokodil, weniger gefährlich) oder ein "Salty" (Salzwasserkrokodil, aggressiv) ist, wissen wir nicht, das 2- 3 m große Tier taucht unter, sobald es uns sieht. Wer hat hier Angst vor wem? Wir jedenfalls nähern uns dem Ufer immer mit dem seltsamen Gefühl, beobachtet zu werden.

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Lakefield National Park, Termite Mounds
Old Laura buildings
cattle
Magpie Geese
termite mound    termite mound
Waterhole Annie River

© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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