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Going North To Cape York

Freitag, 21. November 2003
Heute morgen sind wir noch einmal mit dem Paddelboot durch die Gorge gefahren, dann ging's weiter nach Norden, Richtung Gulf of Carpentaria auf dem heißen, staubigen Savannah Way. Im klimatisierten Auto läßt es sich ganz gut aushalten, doch jedesmal beim Aussteigen wird man von der Hitze überrascht: kurz die Luft anhalten und dann ganz tief durchatmen.
An dieses Klima müssen wir uns erst gewöhnen.

MIttags machen wir Halt in Burketown (Barramundi Capital of Australia), einem kleinen Ort, fast am Meer, früher mal ein richtig wilde Stadt. "Once (by all accounts) the wildest township in Australia, Burketown today is much more peaceful and friendly", so steht es im Reiseführer. Wir treffen nur zwei Brolgas an, die vor dem Pub auf der Straße herumlungern und sich von Kindern aus dem Take Away füttern lassen.

Wir fahren abends zu den "spektakulären" Leichhardt Falls, die aber keine mehr sind, da der Fluss zu wenig Wasser führt. Mitten auf den jetzt trockenen Felsen steht ein riesiges Kreuz aus Stahlrohren "God Is".
Daneben liegt das traurige Gerippe eines überfahrenen Wallabies. "Roadkills" nennt man die hier. Sie sind Teil des Straßenrandes wie weggeworfene Bierdosen.

Samstag, 22. November 2003
Die Straße, der wir jetzt folgen, war früher der Postkutschen Weg zwischen Darwin im Northern Territory und Port Douglas an der Ostküste. Ein endlos langer Weg von über 2.400 km, genannt die Great Top Road. Unvorstellbar, welche Strapazen damals Reisende auf sich nehmen mußten! Wir fahren bequem im komfortablen Landcruiser, tanken in Normanton, kaufen ein paar Vorräte ein und bezahlen mit der Kreditkarte.

Karumba ist der einzige Ort, der hier wirklich am Golf vonCarpentaria liegt, ein Fischereizentrum für Barramundi- und Garnelen-Fischerei und Ferienort für die Menschen der Umgebung. Die kleinen Ferienhäuser an der Küste haben jetzt reihenweise "vacancy", Touristen kommen erst im Winter wieder. Zum ersten Mal sehen wir einen echten Mangobaum. Zermatschte heruntergefallene Früchte liegen auf dem Boden, angefressen von Tieren. Ob man Mangos vom Baum klauen darf?

Mangos

Der weiße Sandstrand, das türkisblaue Wasser und der angenehme Wind vom Meer wirken einladend, aber: "the beach at Karumba Point may look rather inviting, but don't even think about having a swim in the Gulf - if the sharks don't get you, the crocs will" (lonely Planet - Outback Australia).
Unweit des kleinen Sandstrands beginnt Mangroven Gebüsch, in dem sich Salties (Salzwasserkrokodile) so gerne aufhalten und auf Beute lauern.

Wir wagen trotzdem einen kleinen Strandspaziergang, nicht zu nahe am Wasser - vom Campingplatz bis zur "Sunset Tavern", einem riesigen an zwei Seiten offenen Raum, in dem sich die Bewohner und Besucher versammelt haben. Eine Reihe Monitore überträgt gerade ein Pferderennen und die Gewinn-Tabellen. Hier werden eifrig Wetten abgegeben, und es herrscht ein unglaublicher Lärm, aber es ist schön kühl hier, durch die offenen Wände kann der Wind ziehen, verstärkt durch große Ventilatoren an der Decke.

Von hier aus genießen wir den schönen Sonnenuntergang. Bei den Einheimischen ist jetzt "Australian Football" angesagt, sie werden immer lauter und bierseliger, es ist Samstag Abend, was anderes kann man hier auch nicht machen. In einer Ecke unter einem großen Display steht schon mal ein geschmückter Weihnachtsbaum aus Plastik, aber der Gedanke an Weihnachten erscheint uns absurd, bei über 40° Hitze im Schatten.

Burketown
Leichhardt Falls
Beach at Karumba Point
Tavern at Kaumba Point
sunset at Karumba Point
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© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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