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Going North To Cape York

Donnerstag, 20. November 2003
Von Urandangi aus sind wir gestern ein ganzes Stück nach Norden gefahren zum Lawn Hill National Park. Ein echtes tropisches Juwel in der verdorrten Savannen-Landschaft im Nordwesten Queenslands. Eigentlich könnte jetzt jederzeit die 'Wet Season' beginnen mit schweren Gewittern und Monsunregen. Daher haben wir uns vorher bei der Polizei in Mount Isa nach den Straßenverhältnissen und dem zu erwartenden Wetter erkundigt. Doch der Himmel ist strahlend blau, die 'Wet' lässt noch auf sich warten.

Schon auf der Fahrt haben wir zum ersten Mal seit langem einen Fluß durchquert mit klarem sprudelndem Wasser. Entlang des Ufers Palmen und Pandanus Trees. Wir haben tropisches Gebiet erreicht, nördlich des 19. Breitengrades.

Inmitten eines trockenen Sandstein-Hochlandes hat der Lawn Hill Creek eine tiefe Schlucht geformt mit üppiger tropischer Vegetation, stellenweise haben sich Wasserlilien wie eine Teppich ausgebreitet.

Aber es ist sehr heiß hier und feucht. Selbst das kalte Wasser in den Sanitäranlagen ist fast zu heiß zum Duschen. Nachts konnten wir aufgrund der Hitze kaum schlafen. Die Matratzen, die Kissen, alles ist heiß und feucht.

Trotzdem haben wir am Morgen eine Wanderung über das Hochplateau unternommen, immer wieder mit Blick in die faszinierende Schlucht. Fünf Kilometer können bei 45°C im Schatten sehr lang sein!. Dann nur noch unter den Bäumen sitzen und das gut gekühlte Trinkwasser aus unserer Kühlbox genießen. Der reine Luxus!

Gegen Abend fahren wir mit einem Paddelboot auf dem Wasser durch die Schlucht bis zu einigen kleinen Wasserfällen. Jetzt außerhalb der Saison ist es sehr ruhig hier, die kleinen Plastikboote liegen einfach am Ufer, beim Ranger bekommen wir kostenlos die Paddel dazu!

Lawn Hill National Park
pandanus trees
waterfalls
canoe

Nahe unserem Camp beobachten wir einen kleinen Vogel, einen Willy Wagtail, der nicht auf seinen Eiern im Nest sitzt, sondern mit etwas Abstand darüberhockt. So schattet er sie ab und fächelt ihnen Luft zu.

Es ist ein fantastischer Ort, mit sehr lebendigem Wildlife, halbzahmen Wallabies, vielen Vögeln, kreischenden Kakadus und zahlreichen Eidechsen. Und spuckenden Fischen (Archer Fish), die mit kleinen Wasserfontänen Insekten, die über der Wasseroberfläche tanzen, herunterholen.

Abends kommt ein dreistes Wallaby in unser Camp, das sich über die leeren Yoghurtbecher hermacht und sich kaum vertreiben läßt.

Ta ta lizard willy wagtail
waterlilly
agile wallaby

Agile wallaby

 

 

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© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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