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Going North To Cape York

Dienstag, 18. November 2003
Uranbloodydangi.
So heisst der Ort inoffiziell. So steht es im Pub, und was da steht, stimmt. Der Pub ist überhaupt der soziale Mittelpunkt von Urandangi, wo sich alle treffen, schwarze, weiße, ständige und zeitweilige Bewohner und Bewohnerinnen. Die Town hat zwischen 20 und 200 Einwohner. Ist auch egal, alle sind im Pub willkommen. Erwachsene, Kinder, Hunde. Auf der großen schattigen Verandah kann man schwätzen, herumhängen, spielen, seinen Nachwuchs präsentieren, oder gar nichts tun.

Das Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen scheint hier ganz ungezwungen zu sein, sicherlich auch durch Mischehen.

An den Wänden hängen Bilder aller Pub-"Bewohner", und Fotos von der letzten großen Flut, das war im März 1997, als der ganze Ort unter Wasser stand.


Urandangi Pub
Pub host   in the pub   in the pub
in the pub   presenting the babie   in the pub
on the verandah

Über der trockenen Landschaft hat sich ein Staubsturm gebildet, der den wolkenlosen, eigentlichen blauen Himmel rosagrau färbt. Die Luft ist schwer, es ist morgens um 10.00 Uhr schon weit über 30° C heiß. "Ach, das ist gar nichts, hier gibt's Staubstürme, da kannst du keine zwei Meter weit sehen, dann kannst du alle Türen und Fenster schließen und der feine Staub kommt trotzdem durch alle Ritzen ..."

Früher war der Ort eine wichtige Station der Viehtreiber auf ihrem langen Weg mit den Rinderherden in den Süden. Doch in den 50er und 60er Jahren übernahmen allmählich die Roadtrains den Viehtransport. Jetzt kommt nur noch hin und wieder ein Roadtrain durch den Ort, und die 'truckies' auf ein kühles Bier in den Pub. Und ein Schwatz mit uns Touristen ist eine willkommene Abwechslung.

 

 

View from the pub
Aborigines in Urandangi
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© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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