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From Perth To Alice Springs

Mittwoch, 8. Oktober
Wir sind am Mulgan Rockhole geblieben. Ein wunderschöner Ort mitten in der Gibson Desert. Wahrscheinlich sind wir wohl weit und breit die einzigen Menschen hier. Abends kommt ein Dingo in die Nähe unseres Camp-Feuers, tagsüber zwitschern Zebrafinken in den umliegenden Büschen. Eigentlich gibt es hier nichts Besonderes. Einfach nur die Wüste aus roten Steinen, Spinifex und ein eher unscheinbares Loch im Felsen, in dem es tief unten noch Wasser geben muß. Sonst nichts. Nachts nur der Sternenhimmel und der Mond. Und die Stille

Aber gerade dieses unendlich scheinende Nichts ist so faszinierend, wenn man aus einer Welt der optischen und akustischen Überflutung stammt.

Wir sind nun seit sieben Tagen unterwegs und unser Brot ist aufgebraucht. Daher müssen wir eigenes backen. Dazu haben wir einen speziellen Camp-Oven, ein eiserner Topf mit Deckel, der mit Brot-Teig gefüllt und in die Glut eines Feuers gestellt wird. Hier nennt man das Damper und ist seit Pionierszeiten die Grundnahrung der Weißen im Bush. Ist nicht ganz einfach, unser erster Damper war aussen ganz verkohlt, da die Glut noch zu heiß war, aber die nächsten sind gelungen!

Gestern haben wir Ingrid's 50. Geburtstag mit selbstgebackenen Brötchen und einer Flasche australischem Wein am Feuer gefeiert. Der Dingo ist auch wieder dagewesen.

Mulgan's Rockhole
Mulgan's Rockhole
cooking bread in a camp oven camp fire
zebra finches
Ingrid's birthday
monnlight landscape
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© 2003 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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